Helga Schiel:      Lieber Mario, du hast dich entschlossen, bei den nächsten Bürgermeisterwahlen im März 2020 als parteifreier Kandidat anzutreten. Was treibt dich an, dich auf diese Herausforderung einzulassen.

Mario Rubel:       Wie ihr ja wisst, bin ich in Schwarzenbruck aufgewachsen – bin hier in den Kindergarten gegangen, zur Schule, habe beim TSV Fußball gespielt, war in der Kirche und in der Feuerwehr aktiv. Zum Zivildienst, zum Studium und zum Arbeiten bin ich dann aber 2001 weggezogen und war viel in Deutschland und der Welt unterwegs. Bis zu meiner Heimkehr nach Schwarzenbruck vor drei Jahren habe ich zuletzt für 8 Jahre in München gelebt, studiert und arbeite noch immer dort. Überall wo ich war, habe ich faszinierende Menschen kennen gelernt. Vor allem aber auch moderne Städte und vorausschauende Verwaltungen erlebt. Und eine Infrastruktur, die Menschen zusammen bringt. Zurück in Schwarzenbruck musste ich allerdings feststellen, dass sich hier in dieser Zeit im Rathaus zu wenig Vorausschauendes getan hat. Es gibt viele tolle und motivierte Bürger, die Ideen und Wünsche einbringen. Aber die Gemeindeführung scheint mir in der Zeit stehen geblieben zu sein. Ich möchte die Zukunft kreativ gestalten, statt die Gegenwart nur zu verwalten.

Helga Schiel:      Du hast uns mit einer engagierten Rede von dir überzeugt, die gespickt war mit Grünen Ideen. Meinem Werben für eine Mitgliedschaft hast du aber widerstanden. Können wir dich nicht doch noch irgendwie von einer Mitgliedschaft bei uns überzeugen?

Mario Rubel:     Ich habe eine Hochachtung vor der Leistung der Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in den letzten 30 Jahren – wir verdanken ihr ein großes Stück Lebensqualität in Deutschland! Ich möchte mir nicht ausmalen, wie es um unsere Umwelt stehen würde, ohne die Aktivitäten und den gesellschaftlichen Diskurs, der durch die Grünen ausgelöst wurde. Ich bewerbe mich aber um ein Amt in Schwarzenbruck, hier zählen vorrangig die Schwarzenbrucker Interessen. Und nach Jahrzehnten des Stillstands durch die parteibedingte Nachfolge des Bürgermeisters durch den Geschäftsstellenleiter, braucht die Verwaltung und der Ort eine Führung, die keiner Partei untergeordnet ist. Ich will Schwarzenbruck dienen, nicht einer Partei. Umso mehr bin ich euch dankbar und respektiere, dass ihr eure Parteiinteressen hinter die des Ortes stellt und meine Kandidatur unterstützt!